Waltherm ohne Wasser genutzt (soll wieder verbunden werden)

Wenn was unklar ist oder nicht so funktioniert wie ihr gern hättet.
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Tiberius
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Waltherm ohne Wasser genutzt (soll wieder verbunden werden)

Beitrag von Tiberius » 25. Nov 2020, 19:25

Hallo,

vorab, das ist mein erster Post auf diesem Forum, ich bitte also um Nachsicht. Ich bin seit neustem ein stolzer Besitzer eines Walltherm Vajolet, wobei die Umstände etwas unschön sind (Erbe). Auch wenn er erst jetzt in meinem Besitz ist habe ich ihn schon länger kennenlernen dürfen, dürfte schon seit etwa 5 Jahren im Haus stehen. Vor etwa 2 Jahren hatte jemand allerdings die glorreiche Idee die Verbindung zum Pufferspeicher zu kappen und den Ofen daraufhin weiter zu betreiben. Ich habe mich daraufhin mit dem Vertrieb der Öfen in Verbindung gesetzt, welche mir dann gesagt haben das die Garantie zwar dadurch erloschen ist, ich aber die Dichte des Wärmetauschers einfach überprüfen soll und ihn danach auf eigene Gefahr anschliessen könnte. (Ich soll den Wärmetauscher für 2-3 Tage auf 2Bar Wasserdruck lassen und kucken ob es einen Druckabfall gibt).
Nun kenne ich niemanden mit einem wassergeführtem Ofen, geschweige den einem Walli. Aus diesem Grund wende ich mich an euch. Ich habe keine Vorerfahrung in diesem Gebiet. Was soll ich nun tun? Kennt ihr jemanden (Privat oder Firma) der mir dabei helfen könnte? Hab selbst keinen Plan wie ich auf das ganze Ding irgendwie Druck ballern möchte. Ich danke euch im Voraus,

Viele Grüße Nando

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JAU
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Re: Waltherm ohne Wasser genutzt (soll wieder verbunden werden)

Beitrag von JAU » 25. Nov 2020, 20:17

Willkommen,
Tiberius hat geschrieben:
25. Nov 2020, 19:25
Ich habe mich daraufhin mit dem Vertrieb der Öfen in Verbindung gesetzt,
Ok, das ist schonmal gut. Wobei ich auf Wallnöfer direkt verwiesen hätte nicht nur an den Vertrieb.
Tiberius hat geschrieben:
25. Nov 2020, 19:25
Ich soll den Wärmetauscher für 2-3 Tage auf 2Bar Wasserdruck lassen und kucken ob es einen Druckabfall gibt
2 bar ist ok für einen ersten Überblick, halte ich aber für zu wenig. Das Sicherheitsventil öffnet bei 2,5 und Druckbehälter prüft man normalerweise mit doppeltem Nenndruck.
Tiberius hat geschrieben:
25. Nov 2020, 19:25
Kennt ihr jemanden (Privat oder Firma) der mir dabei helfen könnte?
Heizungsbauer.

Erstmal würde ich das vorhandene Manometer am Ofen ersetzen. In der Situation (übermäßige Hitze?) hätte ich kein Vertrauen das es korrekt misst.
Entlüfter würde ich auch einen neuen installieren, beim Drucktest sollte möglichst keine Luft im Ofen sein.
Ein Anschluss muss dann abgestopft werden, der andere bekommt Kugelhahn und Schlauchanschluss. Darüber wird dann mit Leitungswasser befüllt.

Für den ersten Test (<=2bar) wird der Druck aus der Leitung genügen. Für den endgültigen Drucktest reicht der Leitungsdruck unter Umständen nicht. Heizungsbauer haben Befüllgeräte (um z.B. Solarflüssigkeit in Kolletoren zu füllen) mit denen man mehr Druck aufbauen kann.

Wichtig: Drucktests sollten mit Flüssigkeiten ausgeführt weil die sich nicht komprimieren lassen. Luft (aus dem Hobbykompressor) ist dazu nur bei sehr geringen Drücken geeignet!
Gibt der Druckbehälter mit Luftfüllung nach dehnt sich der Inhalt schlagartig aus. Bei Wasser kann's kurz spritzen, aber dir haut's wenigstens nicht die Fenster aus den Rähmen...


mfg JAU


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