Mein Projekt

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JAU
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Re: Mein Projekt

Beitrag von JAU » 8. Nov 2018, 11:58

Chic hat geschrieben:
4. Nov 2018, 10:27
Der Deckel am Ofen hinter dem kaninrohr mit den senkrechten rauchzügen sind einstellbare zuminderer (so nenne ich die mal ) verbaut … sind die individuell zur Wetterlage einzustellen oder bekommen die ne Grundeinstellung ?
Ist bei den alten Öfen bissl anders, aber ich hab eine Einstellung die immer beleibt. Wenns recht warm draußen ist und der Zug zu wünschen übrig lässt wähl ich halt das Holz entsprechend (kleinere Scheite) und hol zur Not das letzte bisschen kurzfristig über die Direktklappe
Und wann habt ihr den Pumpen Start eingestellt ? 75 Card oder höher ?
Man stellt ja den Rücklauf ein, der Vorlauf ergibt sich aus Rücklauftemperatur, Leistung und Pumpe. Ich fahre normal mit 65-70° Vorlauf.
Wenn der Ofen abgebrannt ist und nur noch ein Glut Bett vorhanden ist macht ihr dann die direckt Klappe wieder auf ?
Bleibt zu. Ich heize eh meist so das ich zum Ende nicht vor Ort bin. Sollten etwas größere Kohlestück zurück bleiben lass ich die liegen, wird beim nächsten Mal mit verbrannt.


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E Neubauten
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Re: Mein Projekt

Beitrag von E Neubauten » 9. Nov 2018, 08:54

Wenn der Ofen abgebrannt ist und nur noch ein Glut Bett vorhanden ist macht ihr dann die direckt Klappe wieder auf ?
Wenn der Ofen erstmal richtig rennt, macht man die Klappe nur noch zum Nachlegen auf. Wie "jau" auch, bin ich am Abbrandende meist nicht mehr am Ofen, also bleibt die Klappe zu. Sollte ich doch vor Ort sein, dann mach ich die Klappe auf, dann bleiben keine Kohlereste übrig, die beim Ausfegen am nächsten Tag "stören" könnten (sind aber eh nur ein paar kleine Brocken). Energetisch sinnvoller ist aber vermutlich die Klappe zu zulassen, damit auch wirklich jeder warme Lufthauch am Wärmetauscher vorbei kommt - Erbsenzählerei ;-)
Veraseflamme war satt in der unteren Brennkammer aber erlosch immer ziemlich schnell wieder …
Holzart und Holzfeuchte machen u.a. den Unterschied. Auch, ob der Rohstoff gerade von draussen kommt oder schon ein paar Tage im Wohnraum lag. Manches Holz hat auch keine so offensichtliche gelbe Flamme...ich verfeuere zur Zeit auch mal Espenholz, da sieht man teilweise fast gar keine Flamme, aber nach einer gewissen Zeit ist der untere Brennraum dann aber doch leuchtend orange...
Ich denke jetzt kommt die herantast Phase um den Ofen und das brennverhalten kennenzulernen …
Mein Tip: Beim Herantasten immer nur einen Parameter pro Abbrand verändern ... und auch Umgebungsbedingungen protokollieren (Aussentemp., Wind, Ofen inkl. Aschekästen gerade gereinigt usw ...) ;-)
Königsspitze 2011 (als Alleinheizung :mrgreen: ) mit Zusatzdämmung und IR-Glas

Chic
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Re: Mein Projekt

Beitrag von Chic » 30. Nov 2018, 19:54

Guten Abend
Letzte Woche war es dann soweit die Ofenbau Firma hat die Abnahme der kompletten Heizung gemacht 8-)
Nach fünf Stunden und einem fast kompletten abbrannt mit etwas fein justage hat er die Anlage dann abgenommen :D
Letzten Freitag war dann noch der bezirksschornstein Feger da um den selbigen und die Feuerstätte abzunehmen ....nach 2 Stunden war dann auch er fertig und hat die Abnahme gemacht :D

Seit dem brennt der Walli täglich und ich Freunde mich immer mehr mit ihm an ;)

Wollte mich bei allen hier nochmal bedanken für die vielen tips und Vorstellung ihrer Anlagen ...
Und ein besonderer Dank gilt den Forums Admins die das hier ins Leben gerufen haben um anderen zu helfen und sich auszutauschen … Dabke :)

gmwt
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Re: Mein Projekt

Beitrag von gmwt » 1. Dez 2018, 00:00

Gombi1984 hat geschrieben:
17. Feb 2016, 17:23
Mach ich ! :lol: das ist halt alles Ansichtssache ! Und man kann sich ST und PV Eides schön rechnen !
Ich hab ja Walli + Gas + KWL + ST + plane gerade noch PV für den Rest des Daches.
JAU hat schon ein Stück weit recht: Die ST ist zwar prima in der Übergangszeit, aber im Hochsommer total sinnfrei. Da habe ich soviel Überschusswärme, soviel kann ich gar nicht duschen ... wenn man draußen einen beheizten Pool hat, kriegt man das vielleicht genutzt. :lol:
Saisonspeicher wären noch eine Lösung, brauchen aber viel Platz.

Umgekehrt ist aber PV-Strom zum verheizen wirklich zu schade, auch mal physikalisch (statt ökonomisch) betrachtet:
PV-Strom gewinnst du mit bestenfalls um 20% Wirkungsgrad. Verheizen kannst Du ihn nahezu vollständig, es bleibt also bei 20%. Nur wenn Du eine Wärmepumpe damit antreibst, gewinnst Du nochmal ca. Faktor drei, also dann quasi 60%.
Zu ST finde ich keine genauen Wirkungsgrade, dürfte aber sicher höher als 20% und wahrscheinlich auch höher als 60% liegen.

Nützt einem aber nur solange was, wie man die Wärme sinnvoll gebrauchen kann. Sie wieder in Strom zu verwandeln kostet wieder rund einen Faktor drei (und zwar nicht technisch, sondern prinzipbedingt! Stichwort idealer Wirkungsgrad von Wärmekraftmaschinen, genaugenommen natürlich noch T-abhängig), aber dafür existieren gar keine käuflichen Geräte (müßte sowas wie ein Stirling-Motor plus Generator sein, oder einfacher ein Peltierelement), wohl mangels Wirtschaftlichkeit. Da ist es also dann besser, direkt Strom zu erzeugen.

Am liebsten hätte ich ja bewegliche PV-Panels, die ich im Sommer vor einen Teil der ST-Kollektoren klappen oder schieben kann. Gibt es aber auch noch nicht. Wer genug Dachfläche für beides hat, fährt natürlich am besten.

Noch ein Wort zur PV: das kann man kompliziert haben (gewerblicher Stromverkauf), aber es geht auch als Kleinunternehmer einfacher. Ich glaube aber, die komplizierte Lösung lohnt sich unter'm Strich durchaus, muss sich aber jeder selbst durchrechnen.
dazu kommt jetzt noch eine KWL Anlage mit Wärmerückgewinnung
Am besten frühzeitig mal über den für den Walli-Betrieb vorgeschriebenen Druckwächter nachdenken!

Ich habe immer noch keine gute Lösung für die folgende sich ergebende Problematik:
Wenn draussen richtig kalt -> KWL schaltet auf Frostschutzfunktion, d.h. Zuluftventilator zeitweise aus -> Unterdruck im Haus -> Druckwächter schaltet KWL dauerhaft aus, damit aus dem brennenden Walli kein Rauch in den Wohnraum gesogen wird.

Notlösung bisher: KWL mit elektrischer Vorheizung betreiben, statt clever mit der warmen Abluft zu entfrosten. Aber da sind wir dann wieder beim Verheizen von kostbarem Strom... :x Aber alle alle bisher evaluierten Umbau-Vorschläge zur anderweitigen Vorerwärmung der Zuluft sind so teuer, dass ich fürs gleiche Geld jahrelang (es sind ja pro Jahr nur wenige Tage) elektrisch vorheizen könnte.

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Re: Mein Projekt

Beitrag von JAU » 2. Dez 2018, 11:00

gmwt hat geschrieben:
1. Dez 2018, 00:00
PV-Strom gewinnst du mit bestenfalls um 20% Wirkungsgrad.
15% wären für deutsche Verhältnisse schon sehr gut. Ich liege mit meiner Westanlage <10% (ausreichend Fläche verfügbar, günstige Paneele verbaut).
gmwt hat geschrieben:
1. Dez 2018, 00:00
Zu ST finde ich keine genauen Wirkungsgrade, dürfte aber sicher höher als 20% und wahrscheinlich auch höher als 60% liegen.
Wie du selbst sagst hängt das in erster Linie davon ab ob die Energie überhaupt genutzt werden kann. ST im EFH (ohne Pool) hat man wohl 350kWh/m², das wären bei ~1300kWh/m² Sonneneinstrahlung ca. 25% Wirkungsgrad.


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Re: Mein Projekt

Beitrag von gmwt » 2. Dez 2018, 16:43

JAU hat geschrieben:
2. Dez 2018, 11:00
gmwt hat geschrieben:
1. Dez 2018, 00:00
PV-Strom gewinnst du mit bestenfalls um 20% Wirkungsgrad.
15% wären für deutsche Verhältnisse schon sehr gut. Ich liege mit meiner Westanlage <10% (ausreichend Fläche verfügbar, günstige Paneele verbaut).
gmwt hat geschrieben:
1. Dez 2018, 00:00
Zu ST finde ich keine genauen Wirkungsgrade, dürfte aber sicher höher als 20% und wahrscheinlich auch höher als 60% liegen.
Wie du selbst sagst hängt das in erster Linie davon ab ob die Energie überhaupt genutzt werden kann. ST im EFH (ohne Pool) hat man wohl 350kWh/m², das wären bei ~1300kWh/m² Sonneneinstrahlung ca. 25% Wirkungsgrad.
Mit Wirkungsgrad meinte ich jetzt den für die reine Umwandlung Licht -> Strom bzw. Heizwärme, nicht den natürlich deutlich niedrigeren, den man erhält, wenn man ALLES (Standort, Ausrichtung, Abschattung, Wetter, tatsächlicher Verbrauch des gewonnenen ...) berücksichtigt.

Mir wurden etwa Module mit 22% Nenn-Wirkungsgrad angeboten (waren mir aber zu teuer, nehme jetzt wohl welche mit 18%).

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Re: Mein Projekt

Beitrag von Freeliner » 2. Dez 2018, 17:22

gmwt hat geschrieben:
2. Dez 2018, 16:43
Mir wurden etwa Module mit 22% Nenn-Wirkungsgrad angeboten (waren mir aber zu teuer, nehme jetzt wohl welche mit 18%).
Haste dein Angebot mal im PV-Forum gegenchecken lassen?
Module mit höherem Wirkungsgrad und entsprechenden Mehrkosten bringen ja nur was,
wenn unterm Strich entsprechend mehr Kohle hängen bleibt ;)
....bringt ja nix, wenn du nachher pro kWp >1200€ netto zahlst und nicht entsprechend mehr Ertrag runter kommt

Meine haben 14,13% Modulwirkungsgrad und rein netto betrachtet die Anschaffung nach 7,5 Jahren komplett erwirtschaftet ;)
(siehe auch die sog. "Kollektorformel"....welche aber wohl heutzutage nimmer wirklich in Betracht kommt)

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Re: Mein Projekt

Beitrag von gmwt » 3. Dez 2018, 01:51

Freeliner hat geschrieben:
2. Dez 2018, 17:22
gmwt hat geschrieben:
2. Dez 2018, 16:43
Mir wurden etwa Module mit 22% Nenn-Wirkungsgrad angeboten (waren mir aber zu teuer, nehme jetzt wohl welche mit 18%).
Haste dein Angebot mal im PV-Forum gegenchecken lassen?
Module mit höherem Wirkungsgrad und entsprechenden Mehrkosten bringen ja nur was,
wenn unterm Strich entsprechend mehr Kohle hängen bleibt ;)
....bringt ja nix, wenn du nachher pro kWp >1200€ netto zahlst und nicht entsprechend mehr Ertrag runter kommt
Nein, aber ich habe selbst ein gutes halbes Jahr zig Varianten rauf und runter gerechnet (mit Speicher, ohne Speicher, verschiedene Module, Steuermodelle...)
Da die Dachfläche begrenzt ist, kann ich nur über den Wirkungsgrad noch den Ertrag beeinflussen.
Sowohl die 22% als auch die 18% würden sich rechnen, aber die 18er ungefähr doppelt so gut. Damit kriege ich etwas mehr als 4kWp, noch weniger will ich nicht.


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