Partikelabscheider von BAFA förderbar?

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abachtern
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Partikelabscheider von BAFA förderbar?

Beitrag von abachtern »

Hallo,
habe einen interessanten Partikelabscheider gefunden, der wenig Aufbauhöhe (nur 25cm) auf dem Kamin hat.
Das ist für Leute interessant welche eine PV-Anlage auf dem Dach haben (Schatten)

Jetzt bin ich am Suchen ob man mit dem Walli eine Förderung für den Partikelabscheider bekommen kann.
Alle schimpfen ja über den Feinstaub aus der Holzverbrennung.

Gefunden habe ich nur diesen Abschnitt beim Hersteller.

Feinstaubfilter von OekoSolve sind in Deutschland BAFA-gelistet und somit förderfähig. Die Beträge und Voraussetzungen orientieren sich an Leistung des Wärmeerzeugers wie auch daran, ob es sich um einen Neubau oder um ein Bestandsgebäude handelt. Kontaktieren Sie unsere Vertriebspartner in Deutschland, gerne unterstützen wir Sie.

Da werde ich mal anfragen.

bei der BAFA habe ich noch nichts gefunden.

Hat von euch schon jemand einen Partikelabscheider?
Grüße
abachtern
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JAU
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Re: Partikelabscheider von BAFA förderbar?

Beitrag von JAU »

abachtern hat geschrieben: 7. Okt 2022, 19:31 bei der BAFA habe ich noch nichts gefunden.
Liste der Biomasseanlagen für den Innovationsbonus, da steht der Abscheider von OekoSolve auf Seite 11 mit dabei.
Und das sie Förderfähig sind steht im Merkblatt zu den förderfähigen Kosten.

Wieviel man bekommt hab ich jetzt auch noch keine offizielle Quelle gefunden, angeblich bis zu 750€.
abachtern
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Re: Partikelabscheider von BAFA förderbar?

Beitrag von abachtern »

Hallo JAU,
vielen Dank für deine Hilfe.
Ich bin mir noch nicht so ganz sicher ob ein Partikelabscheider an einem Kamin-Ofen förderfähig ist. Vielleicht gilt das nur für Pelletöfen und Lambdageführten Stückholzkesseln.
Du hast Recht, im BAFA Merkblatt steht:
- sekundäre Bauteile zur Partikelabscheidung (elektrostatische Abscheider, filternde
Abscheider wie z.B. Gewebefilter u. keramische Filter, Abscheider als Abgaswäscher)

Eigentlich ist der Partikelabscheider am Holzofen genau das, was die Kaminöfen richtig umweltfreundlich machen würde.
Ein geschlossener Rohstoffkreislauf und dann noch den Feinstaub abgeschieden, das wäre richtig nachhaltig.

Wenn es die 750€ Förderung gibt und der Partikelabscheider inkl. Montage halbwegs bezahlbar bleibt, lasse ich einen montieren.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Habe gerade mit dem Deutschlandvertrieb von Oekosolve telefoniert.
Es ist leider so, dass nur Heizungen mit Messpflicht (da misst der Kaminkehrer) förderfähig sind. Das liegt wohl daran, dass man sehen möchte ob das System eingeschaltet ist und auf Dauer funktioniert.
Das bedeutet, dass die Kaminöfen die einen Großteil des Feinstaubes emittieren keine Förderung bekommen.
Bei einem Scheitholzofen mit 500 Betriebsstunden/Jahr werden ca. 15 Liter Ruß zusätzlich abgeschieden, welche sich am 85cm langen Einsatzrohr an der Kaminmündung sammeln. Das finde ich schon sehr viel.
Der Ruß wird beim normalen Kehren des Schornsteins mit herausgekehrt, ist also kein zusätzlicher Aufwand.

Ich finde den Partikelabscheider nach wie vor sehr interessant und kann es überhaupt nicht nachvollziehen, sowas nicht zu fördern, denn hier hätte man den größten Effekt.


Besten Dank
abachtern
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Re: Partikelabscheider von BAFA förderbar?

Beitrag von JAU »

Ich hab ein paar Worte zu dem Thema mit meinem Bezirksschornsteinfegermeister gewechselt als er zum Kehren da war.

Er ist etwas ablehnend in Hinblick auf Staubabscheider mit einer einzelnen Sonde. Seiner Ausführung nach hängt der Abscheidegrad vor allem von der aktiven Fläche ab. Mehr Fläche = mehr gut (das deckt sich auch mit meiner beruflichen Erfahrung bei elektrostatischen Ölnebelabscheidern).
Von daher wäre vor dem Kauf wichtig herauszubekommen was die Anlagen nachweislich können und ob Hersteller darauf Garantien geben.

Es ist technisch möglich, er hat auch funktionale Anlagen im Kehrbezirk. Überzeugt von der Wirksamkeit ist er wenn der Kesselhersteller den Abscheider direkt beistellt. Da sind dann aber Kassetteneinsätze und so Gimmicks verbaut wie eine Beruhigungs-/Entschleunigungsstrecke. Und Nennleistung jenseits üblicher EFH...


Ich hatte dann noch erwähnt das die obere Reinigungsöffnung am Kamin entfallen könnte. Worauf er meinte das die Reinigung nur von Fachleuten erfolgen dürfe, er ist kein solcher!
OekoSolve bewirbt das auf der Homepage anders als es schlussendlich im Handbuch steht: Installationsanleitung Seite 35
Die Reinigung darf nur von geschultem und zertifiziertem Fachpersonal ausgeführt werden.
Wenn der lokale (?) Vertrieb diese Zertifizierung auch nicht hat besteht, meiner Interpretation nach, Kostenrisiko: Anfahrkosten, Quersubventionierung der Installationskosten durch Schulungen und/oder den späteren Service.

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