Anfeuern

Wenn was unklar ist oder nicht so funktioniert wie ihr gern hättet.
tsrg
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Re: Anfeuern

Beitrag von tsrg » 1. Dez 2014, 22:28

Andere Hölzer wie Eiche oder Nadelholz gehen natürlich auch, finde aber, dass diese gerade beim Anzündvorgang nicht diese schöne gleichmäßige Glutbett schaffe, wie Buche.....
Beim Nadelholz gebe ich dir vollkommen recht. Bei Eiche, von der ich sehr viel habe, beobachte ich das zumindest anders. Eiche hat kein schönes Flammbild und brennt auch nicht gut an. Glut entsteht später aber massenhaft und ist mir auch manchmal zu viel.

Nadelholz lege ich, sofern ich es wählen kann, eher später rein, wenn es viel Harz enthält. Dort möchte ich gerne wegen dem Russ die Sekundärflamme nutzen.

Tsrg
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Re: Anfeuern

Beitrag von Freeliner » 2. Dez 2014, 00:00

Ja, später ist bei Eiche eine mächtige Glut....oft zuviel des Guten :roll:

Finde nur beim Anfeuern kommt das Glutbett bei Eiche einfach nicht so schön wie bei Buche

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Re: Anfeuern

Beitrag von tsrg » 2. Dez 2014, 11:06

Freeliner hat geschrieben:
Finde nur beim Anfeuern kommt das Glutbett bei Eiche einfach nicht so schön wie bei Buche
Hast vollkommen recht. Eiche ist zu Beginn wirklich schwierig, habe aber sehr viel davon. Ich musste ganz schön damit üben und der Aufwand ist beim Anfeuern vergleichsweise höher, denn hier ist häufigeres Stochern in der Glut angesagt. Damit zerkleinere ich die Holzstück. Ich habe den Eindruck, dass so mehr Glut am Anfang entsteht. Kann aber auch Einbildung sein.

Tsrg

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Re: Anfeuern

Beitrag von Freeliner » 2. Dez 2014, 13:48

Jo, stochern tu ich auch :lol: ...damit ist das Bett dann gleichmäßiger ;)

Matze_WZ
Re: Anfeuern

Beitrag von Matze_WZ » 7. Nov 2019, 17:24

Ich erlaube mir mal, diesen relativ „alten Schinken“ nochmal nach vorn zu holen und um meine Erfahrungen mit dem Vajolet zu ergänzen.

Für alle diejenigen, die sich den Walli technisch nicht in jedem Detail zu Gemüte führen, sei vorab angemerkt, daß der Vajolet nicht etwa ein „etwas verbesserter“ oder „aufgehübschter“ Königsspitze ist, sondern schlicht und ergreifend

eine kpl. Neukonstruktion !!!

Sichtbarer Unterschied ist die fehlende rechtsseitige „Beule“, unter der sich die Anschlüsse und was sonst alles versteckt.

Zweiter und aus meiner Sicht wichtigster Punkt ist, daß der Vajolet einen um 4- 5 mal größeren Wassermantel besitzt, als der Königsspitze und dessen Derivate (80 Liter zu 16 bzw. 20 Liter, je nach Datenquelle).

Daraus resultiert zwangsläufig, daß die in diesem „Fred“ genannten Anheizzeiten von 25- 40 Minuten mit dem Vajolet schlicht nicht erreichbar sind. Um meinen Vajolet auf min. 65° Wassertemperatur zu bringen, vergeht mindestens (!) 1 Stunde, manchmal noch etwas länger. Wer ihm diese Zeit nicht gibt, darf sich nicht wundern, wenn die Gasflamme wieder und wieder abreißt.

Ich hatte mich an den o. g. Zeitangaben anfangs ebenfalls orientiert und war - zugegeben - kurz davor, ihm eine gepflegte Beule in sein hübsches Blechkleid zu treten. Aber wenn einem mal klar ist, daß die Vergaserei mit einer sorgfältigen Wasser- und Kamintemperierung lebt und stirbt, dann muß man ihm die Zeit geben - oder man wird mit diesem Ofen nicht glücklich.

Was man noch beachten sollte ist, daß bei geöffneter Anheizklappe natürlich erst mal nur der obere Teil des Wassermantels warm wird. Ist dieser Teil erstmals bei 67° angekommen, fängt die Rücklaufanhebung an, die kalte „Brühe“ von unten nach oben zu quirlen. Sobald der Sensor dadurch wieder 64° „kaltes“ Wasser „sieht“, stoppt die Pumpe und läuft erst wieder an, wenn das Wasser oben rechts im Ofen (dort wo der Sensor sitzt) 67° erreicht hat. Nachdem dieses „Spielchen“ 3- 5 mal durchlaufen ist, läuft die Pumpe ohne Pause durch, d. h. erst dann hat der gesamte Wassermantel eben diese ca. 65- 67°C erreicht und erst dann - so tue ich es zumindest - wird die Klappe umgelegt. In diesem Zustand und bei einem gescheiten Glutbett (was das angeht unterscheiden sich die Wallis kaum), brennt die Gasflamme sauber und konstant durch.

Dieses Prozedere ist, wie gesagt, unter einer Stunde nicht zu machen. Das nur für diejenigen, die ebenfalls Frust schieben, weil ihr toller (ernst gemeint) Vajolet nicht schon nach 30 min. Bilderbuchfeuer „spuckt“.

Viel Spaß weiterhin ...
Zuletzt geändert von Matze_WZ am 20. Nov 2019, 09:19, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: Anfeuern

Beitrag von Freeliner » 7. Nov 2019, 19:23

Danke für die ganzen Infos ;)

Bezgl. 30min und weniger Anheizzeit....das haben viele bei dem normalen Walli auch nie und nimmer für möglich gehalten :lol:
(ich damals auch nicht :!: ....war auch immer gerne ne Stunde am Wurschteln)

Hatte auch bei drei Kunden meines Heizungsbauers endlose Diskussionen (HB bat mich diese zu unterstützen)
Aussage: ...."nie und nimmer unter 30min möglich....unmöglich...Kackding...usw".........konnte ihnen bei ihren Wallis das Gegenteil beweisen ;)
Mittlerweile sind sie sehr zufrieden und auch um 30min

Genauso in den 8 Forenjahren bzgl. dem Walli......mit Neukunden....weil jeder meinte er könne Feuer machen :lol:
Wir haben/hatten schon eh und je (auch im Elternhaus) Öfen....man dachte man weiß und kann alles......der Walli hat einen dann wirklich lernen lassen und eines Besseren belehrt :lol:
....er ist halt schon etwas speziell 8-) ;)

Der Königspitze hat m.W. laut Unterlagen 24L Wassertasche...aber es macht natürlich auch einen Unterschied wo die Rücklaufanhebung sitzt...ob 10m weg oder direkt hinterm Walli, das ist ja auch einiges an Wasser. Die Änderung bei mir (ca. 10m weg zu direkt hinter Walli) war da spürbar :!:
Matze_WZ hat geschrieben:
7. Nov 2019, 17:24
Aber wenn einem mal klar ist, daß die Vergaserei mit einer sorgfältigen Wasser- und Kamintemperierung lebt und stirbt, dann muß man ihm die Zeit geben - oder man wird mit diesem Ofen nicht glücklich.
Bin ich voll und ganz bei dir :!: ...ist das A und O....und manchmal machen 2-3° Wassertemperatur einiges am Brennverhalten aus.


Haste mal ausprobiert, die Pumpe etwas später anschalten zu lassen?...z.B. bei 71-73° und Rücklaufanhebung auch etwas höher z.B. 67-69°

Auf wieviel Grad steht deine Rücklaufanhebung und wieviel Grad hat der Vorlauf wenn dein Walli anständig am Brennen ist :?:

Sind alles so Späße die sich ja nach individueller Situation kräftig und positiv auswirken können.

Weil eines ist klar......wenn du erst 8 Füllungen durch hast.....biste noch nicht am OptimalPunkt angekommen und kennst diese Kiste ;)

Matze_WZ
Re: Anfeuern

Beitrag von Matze_WZ » 7. Nov 2019, 22:19

Also ehrlich gesagt liegt mir das ganze Thema „gegen die Uhr anheizen“ so fern wie nur was. Aber egal, nur meine persönliche Einstellung ... ;)

Die Temperaturen sind wie folgt: 67°C Einschalttemp. der Pumpe, 65°C Rücklauf, 70- 75°C Vorlauf. Ergeben hat sich das wie folgt: Rücklaufanhebung auf „max.“ (Stufe 7) und Pumpendrehzahl auf „min.“. Mehr Rücklauftemp. bzw. mehr Vorlauftemp. wüßte ich gerade nicht, wie die bei den aktuellen Einstellungen noch zu realisieren sein sollten.

Was konkret würdest Du Dir von einer noch höheren Einschalttemp. der Pumpe erwarten? Da fehlt mir gerade a bissl die Phantasie, ehrlich gesagt.

Und nein, nach 8 Ladungen ist das Ende der Fahnenstange sicherlich noch nicht erreicht. Wäre ja geradezu vermessen, das zu glauben. Was ich allerdings glaube ist, daß die Verbesserungsschritte immer kleiner werden je mehr man heizt. Die „Riesensprünge“ so wie in den letzten Tagen und Wochen werden es sicher nicht mehr werden.
Zuletzt geändert von Matze_WZ am 20. Nov 2019, 09:20, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Anfeuern

Beitrag von Freeliner » 8. Nov 2019, 08:22

Wenn das für dich passt, alles gut ;)

Nur irgendwann kommt der Pragmatismus....dann will man nimmer "Sklave des Ofens" sein..

Und genau das will man ja eigentlich vom Walli: (gibt ja genügend, die ihn als Hauptheizung nutzen)

Anheizen, voll knallen bis unter die Decke, und Feuer frei :!:
....saubere Verbrennung, ohne andauernd nach der Zuluft zu schauen, ohne andauernd 2 Stücke nachlegen zu müssen, Puffer bekommt satt Energie

Im Optimalfall wieder voll knallen und go.......Aufstellraum warm, nicht überheizt und Puffer max. Temperatur

Ich tüfftel ja auch gerne dran rum und probiere aus.....aber wenn ich die Kiste vor der Frühschicht anheize um 04:40 Uhr,
dann will man ja auch keine Stress.....brennt er jetzt, oder doch nicht....dann muss das "funktionieren".

Klar, die Verbesserungsschritte werden kleiner....das zeigt idR ja, dass man auf dem richtigen Weg ist ;)

Matze_WZ hat geschrieben:
7. Nov 2019, 22:19
Was konkret würdest Du Dir von einer noch höheren Einschalttemp. der Pumpe erwarten? Da fehlt mir gerade a bissl die Phantasie, ehrlich gesagt.
Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass manchmal 2-3° höhere Temperaturen auch schon kleinere "Wunder" bewirken.

Sprich....höhere Einschalttemperatur=höhere Wasser und Tauschertemperatur, wenn Pumpe dann anschalten und die Brühe durchwälzt kommt auch wieder wärmeres Wasser in den Tauscher zurück....so schnell öfnnet die Rücklaufanhebung nämlich nicht, dass da just in time kaltes Pufferwasser beigemischt wird, die ist ja etwas träger.

Wenn man mit der Rücklaufanhebung noch etwas höher will und diese schon auf Anschlag steht, kann man sich z.B. mit ner Unterlegscheibe helfen, so dass der Kopf 0,5-1 mm weiter raus kommt


Aber wenn du so mit allem zufrieden bist und es für dich passt....einfach alles so lassen wie es ist ;)

Matze_WZ
Re: Anfeuern

Beitrag von Matze_WZ » 8. Nov 2019, 14:04

Freeliner hat geschrieben:
8. Nov 2019, 08:22

Wenn man mit der Rücklaufanhebung noch etwas höher will und diese schon auf Anschlag steht, kann man sich z.B. mit ner Unterlegscheibe helfen, so dass der Kopf 0,5-1 mm weiter raus kommt
Ich bin ja ein Fan von hohen Rücklauftemperaturen. Man muss ja nicht unnötig dauernd an der „Kondensationsgrenze“ herumschrabbeln ...
Klasse Idee mit der U- Scheibe, grad eben direkt umgesetzt. Frage mich nur, wer so ne Scheibe direkt passend zur Hand hat: 28 x 22 x 1 :cry:
Ich hab’s anders gemacht und in die Überwurfmutter ein Stück 2mm dicke Kunststoffschnur (die vom Rasentrimmer) eingelegt und festgezogen. Funzt grad so gut.
Dazu die Einschalttemperatur der Pumpe von 65 auf 67°C gedreht. Mal sehen, was raus kommt. Werde berichten.

Jedenfalls erst mal besten Dank dafür. :)

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Re: Anfeuern

Beitrag von JAU » 8. Nov 2019, 14:21

Bei Oventrop kann man die Kappe auch abziehen und versetzt wieder draufstecken so das der Anschlag später kommt.
viewtopic.php?t=206&p=2433#p2433


mfg JAU
Zuletzt geändert von JAU am 8. Nov 2019, 19:34, insgesamt 1-mal geändert.


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