Betondüse

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Re: Betondüse

Beitrag von JAU » 28. Sep 2017, 17:24

Virbationsplattform? Da war doch zwischenzeitlich mal was... :twisted:
Rütteltisch.jpg
Zahntechniker-Rütteltisch
Mit seinen 5kg Eigengewicht ist es aber schon grenzwertig: Größer wäre besser.
Bei der ersten Anwendung hab ich noch an meiner provisorischen Werkbank (Platte auf Klappstützen) gearbeitet. Da war schnell der Punkt erreicht wo der "Tisch" gerüttelt wurde statt des Betons. :roll:
Rütteltisch Ergebnis.jpg
Beton Schuba FB-GS55/1 4mm gesiebt, nach dem Einbringen
So siehts dann aus wenn der auf 4mm gesiebte Beton eingebracht ist. Hab meine Notizen geprüft: die letzten Male wurde mit 12% Wasseranteil gearbeitet.


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Re: Betondüse

Beitrag von Freeliner » 28. Sep 2017, 17:45

Das sieht doch TOP aus :D

Ja, mit dem Rütteln muss ich auch noch deutlich besser werden :roll:
Hab nur einen PMF und einen Deltaschleifer.
Werde meine Form wohl das nächste Mal auf "Stelzen" stellen und den Deltaschleifer darunter befestigen.

Heute hatte ich nur gestampft, mit dem Kunststoffhammer außen rundherum geklopft und dann den Delatschleifer etwas an die Ecken gehalten.

Was vielleicht nicht so sonderlich gut war, hatte eine Holzplatte oben drauf gelegt und da mit dem Deltaschleifer noch gerüttelt.

Samstag werd ich den nächsten Guss wagen ;)

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Re: Betondüse

Beitrag von Freeliner » 30. Sep 2017, 16:46

So und weiter gehts ;)

Heute mal etwas gebrutschelt, also nicht auf die Schweißnähte achten :roll:
Stehe mit Elektroschweißen etwas auf Kriegsfuß und meine Elektroden scheinen auch überlagert zu sein :roll:
Bin gespannt, wie lange die Unterlage hält bzw. wie extrem/schnell sie sich verzieht.
Sollte das so mit den Düsen nicht funktionieren, mache ich nur den Rahmen, ohne Düsen.
Dann sollte die thermische Last auf das Material recht gering sein, da nicht wirklich in Flammkontakt.

Oberseite vom Düsenblock gefällt mir nicht wirklich.....und ein Röhrchen hab ich auch nicht rausbekommen (Alu).
Hoffe, dass es mir deswegen nicht die Form sprengt :twisted:
Die 10er sind alle aus Stahl, muss schauen, dass ich die 15er auch in Stahl bekomme.

Werde wohl noch einen kleinen Rahmen aus 10x5 Flacheisen oben senkrecht drauf schweißen, damit dem Verzug nach oben noch etwas entgegengewirkt wird.
IMG_0746.JPG
Hier die Unterseite von Beiden. Alle anderen Seiten des Düsenblocks find ich klasse, vorallem die Unterseite ist Arschglatt :lol:
IMG_0747.JPG
Denke, dass ich mal einen Versuch wage, die Gießform komplett zu schließen und nur über die kurze Rückseite (zur Rückwand) gieße und dort auflasse. Werde diese Düse dann aber mindestens 3-4 trocknen lassen.

Beim nächsten Mal sind zwei kleine 12V Rüttelmotoren an der Form dran (ähnlich wie bei Schlimmfeld) :!:


Und jetzt mal den Einlegerahmen im Ofen
IMG_0748.JPG
IMG_0749.JPG
Und die Gussform noch etwas backen :mrgreen:
IMG_0750.JPG

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Re: Betondüse

Beitrag von JAU » 30. Sep 2017, 18:30

Freeliner hat geschrieben:Stehe mit Elektroschweißen etwas auf Kriegsfuß und meine Elektroden scheinen auch überlagert zu sein
Bei RR ist es egal. RC schon, die kann man aber rücktrocknen: 15-30min bei 60°C in Ofen legen.
Freeliner hat geschrieben:Denke, dass ich mal einen Versuch wage, die Gießform komplett zu schließen und nur über die kurze Rückseite (zur Rückwand) gieße
Hmmmm... 8-)
Freeliner hat geschrieben:Werde diese Düse dann aber mindestens 3-4 trocknen lassen.
Bei mir blieben die Düsen 2-4 Tage in der Form. Der Styrokern bleibt etwas länger drin.
Ich heize sie erst nach 4 Wochen an, Beton braucht nämlich bis zu 28 Tage um vollständig abzubinden.

Bin mir aber unsicher ob ich alle Düsen mal auf der Glut im Ofen liegen hatte oder ob ich mich teils mit dem Backofen begnügt hatte. :?
Wenn dann ging die Düse aber direkt vom Ofen in den Ofen.
Freeliner hat geschrieben:Beim nächsten Mal sind zwei kleine 12V Rüttelmotoren an der Form dran (ähnlich wie bei Schlimmfeld)
Gestern war mir noch eingefallen das bei meiner alten Form die Füße etwas ungleich waren. Dadurch stand sie immer nur auf 2 Ecken auf und hat etwas gekippelt. Das hat das Rütteln mit der Oszisäge womöglich erleichtert.


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Re: Betondüse

Beitrag von Freeliner » 30. Sep 2017, 18:59

JAU hat geschrieben:Bei RR ist es egal. RC schon, die kann man aber rücktrocknen: 15-30min bei 60°C in Ofen legen.
Danke, das ist gut zu wissen, werde das mal probieren...sind noch ein paar 8-)
Wollte aber sowieso noch einen Pack KB -Elektroden bestellen....
JAU hat geschrieben:Ich heize sie erst nach 4 Wochen an, Beton braucht nämlich bis zu 28 Tage um vollständig abzubinden.
Da hast du sicherlich recht, die 28 Tage sind aber m.W. ohne Ofen.

Die aktuelle Düse war jetzt 2 Tage in der Form und heute insg. ca. 3h im Ofen. 1h-120°, 1h-180°, 1h-250°.
Morgen werd ich sie wieder etwas im Ofen trocknen lassen. Walli geht eh erst Mitte/Ende der Woche zart in Betrieb.
Denke, das sollte erst mal reichen. Die nächste Düse kann dann etwas länger liegen ;)
JAU hat geschrieben:Gestern war mir noch eingefallen das bei meiner alten Form die Füße etwas ungleich waren. Dadurch stand sie immer nur auf 2 Ecken auf und hat etwas gekippelt. Das hat das Rütteln mit der Oszisäge womöglich erleichtert.
Ja, werd ich beim Unterbau auch machen, 4 Schrauben als Füße....das wird das Ganze mit Sicherheit positiv beeinflussen.
...nur aufpassen, das sie dann nicht von der Werkbank hoppelt :lol:

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Re: Betondüse

Beitrag von Freeliner » 6. Okt 2017, 11:11

Moin,

Kurzes Feedback zum flachen Block und Metallunterbau/Düse ;)

Gestern erstmal ohne Vergaserbetrieb ca. 2h zart brennen lassen dann zwei richtige Runden vergasen lassen.

Ergebnis: sehr zufriedenstellend :mrgreen: ....sehr schöner und stabiler Vergaserbetrieb :!:

Heute nochmal zwei richtige Runden und dann schau ich mir morgen mal alles genau an,
vorallem den Metallunterbau....in auf den Verzug gespannt..... 8-)

Den Vorteil den ich darin sehe:
Durch die vier verbunden Metalldüsen (40x40mm) unterhalb des Blocks fällt nicht alles und nicht zuviel nach unten durch.
Es bleibt immer etwas glühendes Material drauf liegen + das Metall selber welches leicht glüht.
Denke, dass dadurch die Gase sehr gut entzünden und verbrannt werden.
Die glühenden Reste unten auf dem Boden die durchfallen erledigen den Rest.

Verbrennungsbild sehr schön und Aschereste sehr fein :D
...lässt sich super reinigen

Werde hier mal drauf aufbauen.

Falls ich mich doch mal entschließe sollte einen kompletten Block zu gießen,
(macht grad Spaß und der Verzug der Unterkonstruktion ist ja noch fraglich :D )
werde ich in der unteren Hälfte auf jeden Fall zwei bis drei Streben von 10mm Breite mit eingießen um o.g. Effekt der Düsen zu haben.

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Re: Betondüse

Beitrag von JAU » 8. Okt 2017, 13:48

Freeliner hat geschrieben:
JAU hat geschrieben:Ich heize sie erst nach 4 Wochen an, Beton braucht nämlich bis zu 28 Tage um vollständig abzubinden.
Da hast du sicherlich recht, die 28 Tage sind aber m.W. ohne Ofen.
Von "normalem "Beton kenne ich halt die 28 Tage die er braucht um seine voll Endfestigkeit zu erhalten, also fertig abgebunden hat. Die ändern sich auch nicht wenn man Verzögerer zugibt oder an einem kalten/heißen Tag betoniert. Da verändert sich die Festigkeitskurve (degressiv oder progressiv), also welche prozentuale Tragfähigkeit er nach welchem Tagen hat. Aber die Endzeit bleibt gleich.

Schuba sagt dazu:
Schuba hat geschrieben:zum Anheizen gibt es keine idealen Zeitpunkt. 28 Tage zu warten ist nur verlorene Zeit.
Der Feuerfestbeton sollte trocken geheizt werden. Das Wasser sollte möglichst langsam entweichen können.
Wie lange der Beton braucht bis er abgebunden hat ist noch unklar.


Anderes Thema:
Freeliner hat geschrieben:Falls ich mich doch mal entschließe sollte einen kompletten Block zu gießen,
[...] werde ich in der unteren Hälfte auf jeden Fall zwei bis drei Streben von 10mm Breite mit eingießen um o.g. Effekt der Düsen zu haben.
Hab lange überlegt eine Hybriddüse aus Stahl oben und Beton unten zu bauen. Nach den Ergebnissen der ersten Düsen hab ich davon Abstand genommen. Ich glaube der Stahlzuschlag hat dem Beton geschadet weil er sich anders ausdehnt und Spannungen verursacht die der (dünne) Beton nicht aufnehmen kann.


Noch was anderes: Düsenserie 4 hab ich heut aus der Form genommen.
Düse 4 Form.jpg
Betondüse Serie 4 in Hochkantform
Man arbeitet etwas langsamer, durch die kleinere Fläche kann man nicht ganz so viel Menge gleichzeitig einbringen. Man schaufelt und stampft also öfter.
Düse 4 Seite.jpg
Betondüse Serie 4 Seitenansicht
Düse 4 Detail 1.jpg
Betondüse Serie 4 Detail
Düse 4 Detail 2.jpg
Betondüse Serie 4 Detail
Zum Vergleich die Serie 3:
Düse 3 Detail.jpg
Betondüse Serie 3 Detail
Das es untere Ende der Form immer etwas porös wird ist kein Problem der Mischung sondern der Einbringung.
Die feuchte Zementschlemme schwimmt auf. Ich vermute bei den ersten Schippen ist aber noch nicht viel Feuchtigkeit über die aufschwimmen könnte, daher die Einschlüsse und die inhomogene Struktur.
Mal sehen ob ich das beim nächsten Mal besser hinbekomme...


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Re: Betondüse

Beitrag von Freeliner » 8. Okt 2017, 15:34

JAU hat geschrieben: Freeliner hat geschrieben:
Falls ich mich doch mal entschließe sollte einen kompletten Block zu gießen,
[...] werde ich in der unteren Hälfte auf jeden Fall zwei bis drei Streben von 10mm Breite mit eingießen um o.g. Effekt der Düsen zu haben.


Hab lange überlegt eine Hybriddüse aus Stahl oben und Beton unten zu bauen. Nach den Ergebnissen der ersten Düsen hab ich davon Abstand genommen. Ich glaube der Stahlzuschlag hat dem Beton geschadet weil er sich anders ausdehnt und Spannungen verursacht die der (dünne) Beton nicht aufnehmen kann.

Die Streben für die "Düsen" will ich auch nicht aus Metall machen, sondern mit Beton, also in einem Guss.
Hab gestern dann doch noch eine Form für den kompletten Block gebaut :mrgreen: und auch gleich die Düsenform gefertigt.
Stelle nachher mal ein Bild rein.

Dienstag/Mittwoch schale ich den hochkant gegossenen halben Block aus, bin gespannt auf die Flächen.
Die Oberfläche der offenen Seite sieht aber auch arschglatt aus, die Rüttelmotoren scheinen geholfen zu haben :D
Kein Vergleich zu dem ersten Block

Ich stampfe mit einem 12er Rundstahl, durch die Vibrationen der Motoren komm ich damit auch fast wieder bis auf den Grund obwohl die Form voller Beton ist.
Fülle die Form auch über die Hälfte (in Schräglage) ganz normal von oben, dann kommt erst der Deckel drauf, gerade gestellt und den Rest dann von hinten.

Lasse auch die Auflagefläche weiter nach hinten gehen, Block ist dann 240mm lang.

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Re: Betondüse

Beitrag von Freeliner » 8. Okt 2017, 17:51

Hier mal der erste Prototyp des Styrodurblocks. Die große Öffnung widerstrebt mir etwas 8-)
Zwar sehr gut zu reinigen, aber mein Bauch sagt mir eine bessere Vergasung/Verbrennung zu,
(gefällt mir bei meinem jetzigen Düsenblock mit den Metalldüsen sehr gut)
wenn nicht die ganze Glut durchfällt und glühende Teile (Streben/Glut) im Block sind.
IMG_0789.JPG
IMG_0790.JPG
IMG_0792.JPG
Denke, dass ich den Styrodurblock vorm Gießen noch erneuere. Da ich meinen Block runde 240mm lang mache,
werde ich die Düsenöffnung um 15mm verlängern damit ich kein Durchgangsvolumen durch die Streben verliere.

Die Streben werden wohl alle 6mm breit (1x Feilenbreite)....die oben im Bild sind 5mm(oben)

Die unteren Streben werd ich wohl mit einem leichten Winkel nach hinten versehen,
so bleibt die untere Scheibe etwas verschont. Mal grob so wie die Skizze....
IMG_0793.JPG
Gerne Vorschläge/Bedenken.....manchmal fährt man sich ja gerne fest in seinen Gedanken 8-)

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Re: Betondüse

Beitrag von CrunchMaster » 8. Okt 2017, 18:43

Hallo Freeliner,
wie wäre es wenn du im Beton Schlitze lässt in die du dann lose Metallstreifen einlegst, evtl. mit Glassschnur fixiert?
Dann hast du Stahlstreben in der Betondüse und keine Probleme mit Spannungen im Beton, da sich die Stahlteile frei bewegen können.

Grüße


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