Wilder Kaiser gefliest

Stellt euch und eure Installation vor. Bilder sind immer Willkommen.
Antworten
Benutzeravatar
Obsi
Beiträge: 7
Registriert: 15. Jan 2018, 22:14
Wilder Kaiser gefliest

Beitrag von Obsi » 15. Jan 2018, 22:57

Moin zusammen!
Vor der Frage die obligatorische Vorstellung...
Unser Wilder Kaiser ist seit Herbst 2012 in Betrieb und lief bis auf diese Saison immer optimal.
Unser Haus ist sehr gut gedämmt (>20 cm ringsrum, oben deutlich mehr), daher kam für uns nur die ummauerte Variante damals in Frage. Sauna mögen wir zwar, aber nicht so oft. Die Wärmeentwicklung in der Wohnung ist optimal.
Im Keller stehen 2x 800 l, auf dem Dach sind 15m² Solar.
Der Speicher ist nach einem halben Tag heizen geladen (ca. 75°C), das reicht dann um das Haus noch am nächsten Tag mit Wärme und Warmwasser (über eine Brauchwasserzentrale) zu versorgen (2 Wohneinheiten mit ca. 210 m² und Keller).
Also alle 2 Tage heizen und wir kommen ohne die Gasheizung, die sonst den Puffer füllt, über die Runden.

Im Gesamten sind wir also relativ zufrieden. Etwas bedenklich macht mich allerdings die zunehmende Verrottung des Metalls. Ehrlich gesagt entäuscht mich der Zustand nach 5 Jahren, ich frage mich wie er wohl aussieht wo man nicht hinsieht... Mein Plan war eigentlich nicht nach 10 Jahren oder früher ein neues Gerät zu kaufen. Aber vielleicht werde ich eines besseres belehrt, schön wäre es jedenfalls.
Dies mal fürs erste, jetzt poste ich noch meine Frage.

Oberfranke
Beiträge: 99
Registriert: 7. Nov 2013, 23:19
Re: Wilder Kaiser gefliest

Beitrag von Oberfranke » 17. Jan 2018, 15:50

Herzlich willkommen,

werden dir hier natürlich helfen wo wir können.
Wenn du von "Verrottung des Materials" sprichst, welche Teile betrifft das denn genau?
Düse, Roste, Flammwand sind einfach Verschleißteile. Ich hab sogar schon einige von JAU´s Betondüsen durch und die zweite Flammwand drin. Von den geteilten Rosten habe ich erst einen getauscht. Die hab ich einfach vorrätig und falls ein Rost dann soweit abgefackelt ist dass er nicht mehr sauber auf der Düse liegt oder gar runter rutschen könnte dann kommt ein neuer rein. Das diese besagten Verschleißteile mit der Zeit grauenhaft aussehen heist ja nicht gleich dass die Funktion nicht mehr gegeben ist.

Ansonsten, ja klar Langzeiterfahrung lass ich mich auch überraschen. Man muss aber immer überlegen dass ein anderer Kessel wenn er selbe Arbeit verrichten muss auch verschleißt im Laufe der Jahre Wartung kostet und irgendwann im Zweifelsfall neu rein muss weil der Schlotfeger sagt die Werte passen nicht mehr, also immer locker bleiben solange der Walli noch dicht ist :mrgreen: glaube wir haben noch keine derartigen Totalausfälle gehabt.

Müsste man mal wissen welche Heavy User es so gibt bzw. welche Wallis schon am längsten laufen.
Vielleicht weiß JAU genaueres.

Grüße

Benutzeravatar
JAU
Site Admin
Beiträge: 694
Registriert: 14. Sep 2012, 08:50
Wohnort: 74632
Kontaktdaten:
Re: Wilder Kaiser gefliest

Beitrag von JAU » 17. Jan 2018, 16:45

Oberfranke hat geschrieben:Müsste man mal wissen welche Heavy User es so gibt bzw. welche Wallis schon am längsten laufen.
Vielleicht weiß JAU genaueres.
Ausgehend von dem was im Profil angegeben wird dürfte Holzbock den ältesten Ofen haben. Der heizt, nach eigener Angabe, seinen Ortler schon seit September 2007. Mit 25RM/a eindeutig ein Heavy-User.
Siehe: http://wallthermfreunde.de/viewtopic.ph ... 2350#p2350


mfg JAU

Benutzeravatar
Obsi
Beiträge: 7
Registriert: 15. Jan 2018, 22:14
Re: Wilder Kaiser gefliest

Beitrag von Obsi » 20. Jan 2018, 00:30

Wir heizen wie gesagt 210 m² mit dem Walli, aber da das Haus gut gedämmt ist macht das nur ca. 5-6 Schüttraummeter Buche/Saison und jeden 2. Tag heizen. Ist also vermutlich eher wenig im Vergleich zu ein paar Kollegen hier.

Das erste mal war ich entäuscht als die Roste durchgebogen sind, wir hatten noch die einteiligen. Vielleicht war ich etwas naiv, aber ich bin davon ausgegangen, dass ich für 6000 € ein ausgereiftes Model erwerbe und hab daher nicht genauer geprüft, wie solide das Gerät gebaut ist. Z.B. die Nieten, die beim Türenöffnen sichtbar werden, machen alles andere als einen langlebigen und soliden Eindruck. Teilweise haben die auch schon ordentlich Rost angesetzt, vorallem im unteren Bereich.

Wenn der Ofen noch einige Jahre läuft ohne weitere Zicken zu machen und er nicht durchrostet ist der Preis vielleicht dennoch ok. Der Wirkungsgrad, die 2 Fenster im Wohnzimmer, das schöne Abbrennen, das ist schon genial. Also so ganz unzufrieden bin ich nicht. So im Nachhinein hätte ich vielleicht gerne 1000 oder 2000 € mehr bezahlt, um das Ding läuft dann 20 Jahre oder länger und ist jedes Zweifels erhaben. Abgesehen der Verschleißteile natürlich.

Auch wegen der Ummauerung mache ich mir etwas sorgen, da ich so den Zustand nicht prüfen kann und einen riesen Streß haben werden, sollte tatsächlich ein defekt auftreten, der nicht über die Revisionsklappe auf der rechten Seite zu beheben ist.


Antworten