2009er Ortler

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schlimmfeld
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2009er Ortler

Beitrag von schlimmfeld » 28. Feb 2013, 12:01

Unsere Anlage ist aus 2009 und besteht aus:
  • Walltherm Ortler
  • Wallnöfer 750L Pufferspeicher mit Warmwasser-Wärmetauscher und Solarwärmetauscher
  • 10m2 Wallnöfer Solaranlage
Standort: Saarland

Wir heizen damit unser 180m2 EFH BJ 1998 und haben dafür den ungeliebten Ölbrenner rausgeworfen. Im Schnitt verbrauchen wir 8 SRM Buchenholz pro Jahr.

Unser Holz kaufe ich bei einem Anbieter hier aus der Nähe (http://www.brennholzhof-hochwald.de/). Dort bekomme ich sehr gute Qualität, das Holz wird mit der Abwärme einer Biogasanlage getrocknet. Das ist für mich wichtig, da ich das Holz im Haus lagere. Ein Versuch, luftgetrocknetes Holz ganzjährig im Haus einzulagern, hat zu einer Holzwurmplage geführt :shock:
Durch die Trocknungsmethode ist die Gefahr wohl gebannt.
dsc_5402.jpg
Direkt unter dem Walltherm steht der Pufferspeicher
dsc_5533.jpg
Die Anlage funktioniert soweit, allerdings stehen noch notwendige Änderungen ins Haus:
  • Der Pufferspeicher ist zu klein, um bequem durchheizen zu können. Da nicht immer zur passenden Tageszeit gefeuert werden kann, haben wir ziemliche Temperaturschwankungen im Haus. Das ist für die Bewohner ungemütlich und für die Heizungsrohre und Fussbodenheizung-Leitungen ungesund. Statt einer eigentlich geplanten Puffererweiterung kommt aber jetzt (für nächsten Winter) ein Gas-Brennwertgerät hinzu. Das erspart uns im Winterurlaub die Suche nach einem Aushilfsheizer. 8-)
  • Die Verrohrung zum Walltherm ist trotz der kurzen Rohrleitungslänge ungünstig geraten. Es sind auf engstem Raum für Vor- und Rücklauf 9 Winkelstücke verbaut, stellenweise unmittelbar hintereinander. Das führt dazu, dass die Ladepumpe trotz höchster Leistungsstufe manchmal Probleme bekommt, die Wärme abzuführen. Wenn ich den Ofen volllade, reagiert er sofort mit Siedegeräuschen. :evil:
  • Ich habe permanent Probleme mit Luft im System. :roll: Das bekomme ich hoffentlich noch gelöst.
Update März 2013
Die UVR1611 läuft und ersetzt den Brötje Zweikreisregler:
Bild

Als nächstes wird die Walli-Ladepumpe daran angeschlossen :P
Zuletzt geändert von schlimmfeld am 23. Mär 2013, 19:13, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: 2009er Ortler

Beitrag von JAU » 28. Feb 2013, 16:07

schlimmfeld hat geschrieben:Ich habe permanent Probleme mit Luft im System. Das bekomme ich hoffentlich noch gelöst.
Ich seh da ein zusätzliche Manometer an der Rücklaufanhebung. Wenn der Ofen kalt ist macht die Rücklaufanhebung bei dir auch komplett zu und der Druck im Ofenkreis fällt unter Heizkreisdruck?


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Re: 2009er Ortler

Beitrag von schlimmfeld » 28. Feb 2013, 16:48

Nein, kann ich leider nicht bestätigen. Ich glaube, der Frage waren wir im HTD-Forum auch schon mal nachgegangen. Damals kamen wir zum Ergebnis, dass Rücklaufanhebung-Gruppe auf einer Seite druckseitig offen bleibt, also nicht der Grund sein kann.
Dort hat sich aber heute ein Walli-Nutzer vorgestellt, der einen (für mich) interessanten neuen Aspekt einbringt (http://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/1877317):
Einmal ist bei ihm die Lage des Entlüfters im Ofenkreis höher als die Wassertasche.
Und er betreibt die Anlage störungsfrei bei 1,1 bar.

Entscheidendes Detail etwas weiter unten:
Wenn ich alles Komplett hochheize (zum Testen mit manuell aufgehaltener Luftklappe bis etwa 90 °C um den gelösten Sauerstoff nach der Befüllung auszutreiben)
Das habe ich nie versucht. Könnte es sein, dass der Restsauerstoff sich wochen- und monatelang in den unteren Pufferschichten versteckt hält und immer mal wieder etwas davon auftaucht? Und wenn er endlich ausgegast ist, ist natürlich der Druck wieder gefallen. Ich glaube, ich habe da immer noch was übersehen. Oder nicht kapiert. :oops:

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Re: 2009er Ortler

Beitrag von JAU » 28. Feb 2013, 19:21

Was mir da vor allem aufgefallen war: Die obersten Anschlüsse der Puffer werden nur zum Entlüften genutzt. Das dürfte den Puffer mit seiner geringen Strömungsgeschwindigkeit zu einer regelrechten Luftfalle machen.
Ist bei mir nicht der Fall, beide Puffer haben an den oberen Abgängen Rohrleitungen.

Der hochgesetzte Entlüfter könnte auch so eine Falle sein für die Blasen die am Walli mitgerissen werden. Bei mir wandern die sicher bis zur Pumpe weiter. Der Automatiklüfter tut sicher seinen Teil dazu, aber die Fallen/Höher-theorie ließe sich mit einer einfachen Hahnrohrverlängerung und dem manuellem Ventil überprüfen.

Blöd ist halt wieder das mehrere Aktionen beschrieben sind und man nicht sagen kann welche jetzt der große Wurf war.

Der Systemdruck ist freilich interessant, der liegt so wie er bei mir eigentlich auch sein sollte. :(
Aber bevor ich runtergehe muss ein MAG in Ofenkreis, meine Oventrop-Rücklaufanhebung macht definitiv beide Anschlüsse dicht.


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Re: 2009er Ortler

Beitrag von Freeliner » 28. Feb 2013, 19:36

JAU hat geschrieben:Was mir da vor allem aufgefallen war: Die obersten Anschlüsse der Puffer werden nur zum Entlüften genutzt. Das dürfte den Puffer mit seiner geringen Strömungsgeschwindigkeit zu einer regelrechten Luftfalle machen.
Da bin ich ganz deiner Meinung. Das vermute ich auch.

Bei mir ist der Abgang zur Heizung (als Rücklaufanhebung eingebaut) asuch am obersten Anschluss seitlich und ganz oben am Puffer ist ein Ventil zum Entlüften.
Bei meiner nächsten Änderung, werde den Abgang zur Heizung ganz oben am Puffer anbringen lassen.

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Re: 2009er Ortler

Beitrag von JAU » 28. Feb 2013, 19:55

schlimmfeld hat geschrieben:
Wenn ich alles Komplett hochheize (zum Testen mit manuell aufgehaltener Luftklappe bis etwa 90 °C um den gelösten Sauerstoff nach der Befüllung auszutreiben)
Das habe ich nie versucht. Könnte es sein, dass der Restsauerstoff sich wochen- und monatelang in den unteren Pufferschichten versteckt hält und immer mal wieder etwas davon auftaucht? Und wenn er endlich ausgegast ist, ist natürlich der Druck wieder gefallen. Ich glaube, ich habe da immer noch was übersehen. Oder nicht kapiert. :oops:
Ich hab mich da grad bissl eingelesen.

Das Problem an der Theorie: Mit zunehmender Temperatur sinkt zwar die Löslichkeit von Gasen in Wasser, aber sie steigt auch proportional zum Druck.
Wieviel Sauerstoff oder Stickstoff beim Aufheizen genau ausfällt ist schwer zu berechnen weil das vom Gasgemisch abhängt.
Für CO² weiß ich das es bei 90°C und atmosphärischem Druck komplett raus ist. Hier auch ein aber: Wieviel Kohlensäure gelöst ist hängt sehr stark vom ph-Wert ab, dazu kommt das Kohlensäure auch in gebundener Form vorhanden sein kann (Hydrogencarbonat) und sich auch abhängig vom ph wieder löst.


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Re: 2009er Ortler

Beitrag von schlimmfeld » 8. Apr 2013, 13:56

An meiner Anlage hat sich wieder was getan:

Im Walli-Kreislauf ist jetzt ein Luftabscheider integriert:
dsc_5611.jpg
Luftabscheider
Jetzt warte ich ab, ob die Entlüftungsproblematik verbessert wurde.

Außerdem läuft die Ladepumpe mittlerweile drehzahlgeregelt über eine UVR1611. Das klappt wunderbar :P
dsc_5613.jpg

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Re: 2009er Ortler

Beitrag von Freeliner » 8. Apr 2013, 17:32

...bitte auf dem Laufenden halten.

Baue ja auch bald etwas um und dachte auch schon an einen Luftabscheider.

Ist das ein Spirovent oder sowas in der Art?

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Re: 2009er Ortler

Beitrag von schlimmfeld » 9. Apr 2013, 09:52

Der Abscheider ist ein "Pneumatex Zeparo ZU". Mein Heizungsbauer hat dafür 85€ + Einbau verlangt.

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Re: 2009er Ortler

Beitrag von schlimmfeld » 13. Apr 2013, 10:45

Der Ofen war jetzt seit dem Einbau des Luftabscheiders 3x in Betrieb.

Fazit bisher:
Beim ersten Lauf hat der Abscheider anfangs geblasen wie eine Dampflok. Seitdem sind alle Luftgeräusche komplett verschwunden. Die Anlage läuft jetzt auch mit 1,6 bar Anlagendruck ohne Probleme.

:P


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