Überlegung welchen Holzofen

Gebabbel und Gequatsche das sonst nirgends hin passt.
Martin
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Re: Überlegung welchen Holzofen

Beitrag von Martin » 25. Jan 2014, 15:14

Freeliner hat geschrieben:@ Martin
Wie weit fährste die Nachtabsenkung runter :?: ...auf wieviel Grad Raumtemperatur ist die eingestellt :?:
Rein Außentemperaturgeführt oder mit Raumeinfluss :?:
Wie sind die Heizzeiten :?:
Heizung fährt um 5.30 Hoch und 21 wieder runter
Raum soll dafür steht auf 20
Die Heizung im keller hat keinen Fühler für den Raum oben sondern nur einen Außentemp.

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Freeliner
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Re: Überlegung welchen Holzofen

Beitrag von Freeliner » 25. Jan 2014, 18:42

Hmmm, hast du mal dran gedacht, die Nachtabsenkung wegzulassen und eine Abschaltung zu machen :?:

...dafür lieber ne Stunde früher anfangen zu heizen ;)

Kannst doch bestimmt auch einen Art "Außenhalt" einstellen, dass die Heizung z.B. bis 0° über Nacht abschaltet,
und ab -1° in die Absenkung fährt ;)

Ansonsten sollte da schon noch etwas drin sein, bei 0° dürfte doch bestimmt noch ein Vorlauf von 50° reichen....

Haustechnik-Forum

Dort mal nen Thread aufmachen mit Angabe des ungefähren Dämmstandarts, jährlicher Verbrauch Heizungstyp.
Da gibts genug Fächleute für deine Steuerung ;)

tsrg
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Re: Überlegung welchen Holzofen

Beitrag von tsrg » 25. Jan 2014, 19:59

@Martin

Zu Deinem Konzept, morgens eine Ladung im Walltherm durchlaufen zu lassen und abends dann den Rest zu heizen, wollte ich was anmerken.

Meiner Erfahrung nach ist der Aufwand, den Walltherm auf Touren zu bringen, sehr unterschiedlich. Ich brauche ca. 1h, gelegentlich auch mehr, um ein gutes Glutbett mit toller Flamme zu erzeugen. Der Ofen steht im Keller, das Bad ist im 1. OG und der Zeitplan mit einem Grundschulkind ist sehr knapp. Da ist jede Minute verplant.

Zum Anheizen (tägliche Reinigung, Anzünden) sind es erstmal auch bei mir nur 5 Minuten, dann muss ich aber nach 10 Minuten was draufpacken und nach weiteren 10-20 Minuten die Klappe umlegen. Nach besagter Stunde kann der Brennraum mit wirklich gutem Glutbett vollständig gefüllt werden. Bei mir ist der Anheizvorgang parallel zum Morgenplan mit vielen Wegen verbunden.

Würde ich im selben Raum 30 Minuten frühstücken, ohne mich von Kindern ablenken zu lassen, würde das bestimmt nur einen kleinen Mehraufwand zum Morgenprogramm bedeuten. Praktisch ist´s bei mir aber so, dass der Walltherm bis (Nach-)Mittags ausbleibt, wenn ich gleich früh das Haus verlassen muss. Ansonsten wird nach dem Frühstück mit Arbeitsbeginn angeheizt.

Zum Sparen mit ofenfertigem Holz kann ich mich den Vorrednern nur anschließen. Selbst wenn ich mir 50rm Hartholz (als 3m Stämme) mit dem LKW für 30€/rm in den Garten legen lasse und die Zeit für das Sägen auf Länge und Spalten nicht einrechne, komme ich auf derzeit ein Verhältnis von 1€ Holz zu 3€ Erdgas.

Schön ist:
Seit 24.10.13 läuft der Walltherm, hat bis jetzt 8660 kwh in das Wasser gegeben, die Gasheizung hat seither (nur) 254qm benötigt. :D Die ersten 200qm waren Abwesenheit und Krankheit, die letzten 50qm gehen auf die Außentemperatur mit -12 Grad, die mit dem Walltherm alleine (bei uns) nicht zu bewältigen sind.

Aaaaaber:
Ich arbeite meist 3 Tage/Woche von zuhaus aus, der Walltherm geht morgens (nach dem Frühstück) an, und läuft bis abends.

(Anmerkung: Ohne Walltherm waren es ca. 34000kwh von 10/12 bis 10/13)

Selbst wenn ich es mir schön rechne und den Puffer wegen der geplanten Solarthermie nicht reinnehme und sogar die aufwendige Schornsteinsanierung rausrechne, war ich mit ca. 12000€ dabei.

Wenn ich so weiterheize, kann ich pro Jahr ca. 1500€ Gas einsparen und gebe ca. 500€ für Holz aus. Da hätte ich nach 12 Jahren die Investition raus, wenn mal die Preisentwicklung für Gas und Holz unberücksichtigt bleibt.

Also stecken für mich ein gutes Stück Überzeugung, der Wohlfühlfaktor im Kellerbüro und das Fitnessstudio im eigenen Garten in der Überlegung drin. Sparen allein war trotz intensiver Nutzung des Walltherm nicht meine Motivation.

tsrg
Zuletzt geändert von tsrg am 26. Jan 2014, 22:23, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Überlegung welchen Holzofen

Beitrag von Freeliner » 25. Jan 2014, 20:18

tsrg hat geschrieben:Also stecken für mich ein gutes Stück Überzeugung, der Wohlfühlfaktor im Kellerbüro und das Fitnessstudio im eigenen Garten in der Überlegung drin. Sparen allein war trotz intensiver Nutzung des Walltherm nicht meine Motivation.
Schöner kann mans eigentlich nicht schreiben :!: ;) Daumen hoch :D
tsrg hat geschrieben:,,,dann muss ich aber nach 10 Minuten was draufpacken und nach weiteren 10-20 Minuten die Klappe umlegen.
Warum nicht gleich von Anfang an etwas mehr auflegen beim Anfeuern :?: :!:
Unten drei Stücke, oben drauf zwei und zwischen den Zwei anzünden....runter brennen lassen....voll machen...Klappe zu ;)

Hab meinen Rauchgasalarm jetzt auf 335° stehen, geht normalerweise mit dieser Beschickung nur selten an ;)

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Re: Überlegung welchen Holzofen

Beitrag von tsrg » 25. Jan 2014, 21:10

Freeliner hat geschrieben:Warum nicht gleich von Anfang an etwas mehr auflegen beim Anfeuern
Habe anfangs probiert, mehr aufzulegen. Damit ging bei mir aber die Rauchgastempertur flott auf 400 Grad rauf, ohne dass ein gutes Glutbett da war. Damit war es ein ständiges hin und her mit Klappe auf, Rauchgastempertur runter, Klappe zu, Rauchgastempertur rauf, ... Das alle ging dann auch über ne halbe Stunde und war mit viel mehr Stress verbunden.

Das zeigt nur mal wieder, dass jeder Walltherm abhängig von den übrigen Gegebenheiten ein ganz anders Verhalten zeigen kann, wie ich meine. Bedeutet aber auch, dass es nicht bei jedem so sein muss, wie bei mir. ;)

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Re: Überlegung welchen Holzofen

Beitrag von Oberfranke » 25. Jan 2014, 23:16

So jetz muss ich auch noch mal was berichten was das bequeme heizen mit dem Walli angeht.

Heute morgen musste ich ca. Zehn Stunden nach Beendigung des letzten Abbrandes (habe die Luftklappe Abends nach dem Abbrand manuell zugemacht) nicht neu anfeuern.
Dachte erst er ist aus, nachdem ich dann in den verbliebenen Kohlestücken gerührt habe... siehe da es war noch Glut im Ofen und alles noch richtig warm. Also untere Tür aufgemacht die Kohlestücke in die Mitte geschoben und nach zwei Minuten war wieder ordentlich Glut im Walli.
Anschließend sicherheitshalber noch nicht ganz voll gemacht, aber er lief gleich wieder prima - direkt nach unten 8-)

Fazit: Es wird höchste Eisenbahn für die automatische Klappe von Jau :D

Ach ja habe am Abend zuvor mit Birke geschürt, falls das was zur Sache tut. Finde mit Birke habe ich viele dieser kleinen Kohlestücke am nächsten Morgen im Feuerraum.


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