Wann lohnt Photovoltaik?

Gebabbel und Gequatsche das sonst nirgends hin passt.
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Freeliner
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Re: Wann lohnt Photovoltaik?

Beitrag von Freeliner » 5. Jan 2014, 21:00

Hi snabbi,

kannst problemlos wechseln ;) Hat bisher noch keinen Anbieter interessiert....warum auch :?:

Die Einspeisvergütung bekomme ich von unserem örtlichen Grundversorger, mit dem ich sonst nix weiter zu tun habe ;)
Strom hatte ich das letzte mal vor 10 Jahren bei dem :lol:
Dein eigentlicher Stromanbieter hat mit der PV-Vergütung nix zu tun

Nein, die PV-Anlage wird nicht dem neuen Stromanbieter gemeldet, zumindest nicht von mir ;)

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JAU
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Re: Wann lohnt Photovoltaik?

Beitrag von JAU » 5. Jan 2014, 21:11

Ups, da hat einer beim Zitieren den Knopf am falschen Beitrag gedrückt. :D
snabbi hat geschrieben:War aber bis jetzt der Meinung das ein Anbieterwechsel nicht möglich ist, sobald eine PV im Spiel ist.
Nach dem was ich im PV-Forum mitbekommen habe ist das Schnee von gestern. Die Alternativanbieter würden eine großen Kundenkreis aussperren wenn sie die Klausel aufrecht erhalten hätten.
snabbi hat geschrieben:Woher bekommst du die Einspeisevergütung?
Der Netzbetreiber ist verpflichtet den Strom abzukaufen.
Im einfachsten Fall hast du einen eigenen Zähler und schickst denen Quartalsweise ein Rechnung. Wobei es eine Klausel gibt wonach neu installierte Zähler für die Zukunft fernauslesbar sein müssen und daher praktisch nur noch eHz zum Einsatz kommen. Kosten dann halt Gebühr, die bei der EnBW aber nur ein paar Cent höher ausfällt als ein selbst gekaufter elektronischer Zähler (der dann regelmäßig nachgeeicht werden muss).
Manche VNB schließen auch gerne Einspeiseverträge ab. Gesetzlich nötig ist das nicht, man hat dann aber die Möglichkeit von monatlichen, konstanten Abschlägen. Bei Kreditfinanzierung ein Vorteil.
snabbi hat geschrieben:Wird die Anlage jeweils den aktuellen Anbieter gemeldet ?
Die Anlage muss vor Installation vom Netzbetreiber genehmigt werden.


Als kleine Klarstellung zum Schluss: Verteilnetzbetreiber (VNB) ist nicht gleich Stromanbieter!

Und ein Schwank ausm Erfahrungskästchen: Ich bin kein EnBW Kunde, bei mir kam die Rechnung fürs isolieren der Oberleitung pronto. Bei meinem Vater nicht. Nachm Anbieterwechsel hats aber keine 2 Wochen gedauert dann lag sie auch bei ihm im Briefkasten :lol:


mfg JAU

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Re: Wann lohnt Photovoltaik?

Beitrag von snabbi » 5. Jan 2014, 22:42

Hallo.

Jau und Freeliner danke für die schnelle Antwort.

Die Aussagen bringen mich schon wieder ein Stück weiter mit meiner Idee. :D

mfg.

snabbi

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Re: Wann lohnt Photovoltaik?

Beitrag von Gombi1984 » 5. Jan 2014, 23:15

Hi
Schau mal die Grafik an http://www.sonnenenergie.de/index.php?i ... ews%5D=102
die bringt einen doch schon zum Überlegen!!
Ich will nach sanierung und Einzug ins Haus am liebsten auch noch eine PV anlage aufs Dach bekommen aber dann mit Speicher um meine Kommpletten Strombedarf zu decken!! Und der Restliche Strom soll über einen Heizstab im Puffer bei unterschreiten einer Bestimmten Temperatur verbraucht werden und dann erst ins Netz einspeisen !
Die Anlage soll dan auch nur so groß werden wie ich sie Brauche und nicht Größer .

Gruss Gombi

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Re: Wann lohnt Photovoltaik?

Beitrag von Freeliner » 6. Jan 2014, 08:07

Mit Speicher für PV würd ich noch etwas warten, soweit ich weiß, gibts noch nix wirklich wirtschaftliches ;)
Gombi1984 hat geschrieben:Und der Restliche Strom soll über einen Heizstab im Puffer bei unterschreiten einer Bestimmten Temperatur verbraucht werden und dann erst ins Netz einspeisen !
Das würd ich mir aber wirklich nochmal überlegen :!: Warum teuren Strom im Pufferr verbraten :!:
Schau mal was ein kwh Wärmeenergie kostet und dann was ein kwh Strom kostet :!:
Der Heizstab setzt die Energie nur 1:1 um, also absoluter Quatsch :!:

....unwirtschaftlicher kann man PV Strom nicht verbraten :!:

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Re: Wann lohnt Photovoltaik?

Beitrag von Freeliner » 6. Jan 2014, 09:36

Nachtrag:

Hab mal gerade die Grafik überflogen:

PV-Anlage dürfte 4-5kwp haben, also runde 4000-5000kwh pro Jahr bringen, wären 550-680€ an Vergütung bei Volleinspeisung.

Setzen wir mal ne Anlage, die dem Invest der ST entspräche also 15000€, währen runde 10-11kwp, also runde 10-11000kwh, bei Volleinspeisung 1370-1500€

Wie sähe dann die Grafik mit dem Überschuss aus :?:

Weiterhin ist fraglich, ob die Einsparung der ST so gegeben ist.....Leistung der PV bekommste immer weg und immer vergütet wenn Leistung da ist.
Die ST ballert im Sommer ohne Ende, wohin mit der Energie :?: -----> größtenteils unbrauchbar da kein Bedarf besteht, nix gespart, nix verdient
Die PV ballert im Sommer auch ohne Ende-----> Stromlast von Haushalt ist aber auch immer Sommer gegeben, Rest einspeisen-> Geld verdient


Weiterhin wird bei der PV die sinkende Kaufkraft/Inflation als negativ aufgeführt, wobei bei der ST die sinkende Kaufkraft durch steigende Energiepreise als positiv dargestellt wird :!:
----> steigt der Strompreis denn nicht :?: ...sogar stärker als andere Energiearten :!:


So Grafiken sind immer so ne Sache, kommt auch immer drauf an, wer sie gestaltet ;)
Grafiken kann man sich doch so bauen, wie man es gerade möchte :lol:

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Re: Wann lohnt Photovoltaik?

Beitrag von Gombi1984 » 6. Jan 2014, 13:27

@Freeliner
Ja kalr traue nie einer Statistick die du nicht selbst gefälscht hast :lol:

Kalr bei dem Bild ist nur die Einspeisevergütung berücksichtigt und nicht der Eigenverbrauch mit eingerchnet !
Wobei bei mit der ST Anlage die Energieeinsparung gerechnet wird!
Aber so ganz falsch ist die Statistig nicht !!

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Re: Wann lohnt Photovoltaik?

Beitrag von Freeliner » 6. Jan 2014, 16:07

....doch, ich sehe sie schon als "total" falsch an :!: ...die ST ist "schön gerechnet" ;)

Wie schon gesagt, Volleinspeisung gibts ja so gesehen nimmer, da immer mehr auf Eigenverbrauch hingearbeitet wird :!:
...und durch recht kleine Anlagen von 4-5kwp ist sind da auch sehr hohe Eigenverbräuche zu schaffen
...also gehört auch da die Strompreissteigerung mit rein, bei der ST ist die Preissteigerung der Energie ja auch dabei ;)


Natürlich kommen wir so langsam wieder an den Punkt wo die ST (wenn sie denn anständig installiert ist, was leider selten der Fall ist) in manchen Fällen ne Überlegung wert ist, aber die letzten 5 Jahre z.B. war sie im Vergleich zu ner PV einfach total unwirtschaftlich :!:

Nur mal in meinem Fall:

Ich brauchte für die PV nicht an mein eigenes Geld zu gehen, bleibe also weiterhin schön liquide ;)
...also komplett finanziert....nach Zinsen, Tilgung, Steuern bleiben mir in einem schlechten Jahr min. 100€/Monat hängen ;)

Davon kann ich fast komplett meine Haus-Nebenkosten bezahlen ;) ....schafft sowas annährend ne ST wenn Zins und Zinsenzins mitgerechnet werden :?: :lol:

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Re: Wann lohnt Photovoltaik?

Beitrag von JAU » 7. Jan 2014, 13:34

Gombi1984 hat geschrieben:Schau mal die Grafik an http://www.sonnenenergie.de/index.php?i ... ews%5D=102
Die Grafik ist in jedem Falle veraltet. 2009 kostet ne PV noch 2500€/kWp. Wer heut eine für 1500€/kWp kauft wurde übern Tisch gezogen.

Das wirklich verückte ist ja auch: Strom wird nicht wirklich teurer. Die Börsenpreise fallen die letzen Jahre - dank EEG. ;)
Gombi1984 hat geschrieben:Und der Restliche Strom soll über einen Heizstab im Puffer bei unterschreiten einer Bestimmten Temperatur verbraucht werden und dann erst ins Netz einspeisen !
Ich denke das geht in Ordnung wenn man wirklich nur den Warmwasserbedarf deckt oder die 70%-Regelung nutzt, eine PV ist wirklich zu teuer um als reine ST eingesetzt zu werden.
Aber auch dann sollte man lieber auf Wärmepumpe setzen als auf einen Heizstab. Im PV-Forum hat neulich einer seine Lösung vorgestellt, eine BWWP ohne Speicher. Das Gerät lag bei ~1000€ Anschaffung, Leistungsbedarf glaub bei 500W.

Ich hatte es ja weiter oben schon angerissen, bei so Worten wie "Eigenverbauch" und "sparen" muss man aufpassen das man sich nicht selbst betrügt und hinterher unnötig mehr Strom verballert als vorher.
Gombi1984 hat geschrieben:Die Anlage soll dan auch nur so groß werden wie ich sie Brauche und nicht Größer .
Das ist in jedem Fall anzuraten.
Freeliner hat geschrieben:Mit Speicher für PV würd ich noch etwas warten, soweit ich weiß, gibts noch nix wirklich wirtschaftliches
Dadurch dass WR im Preis gefallen sind wurde sowas auch günstiger. Ich kenne da eine Lösung (Blei-Säure Akku, SMA WR) die 15kWh für 11000€ bietet. Soweit ich mich entsinne rechnet er mit 6ct/kWh, an einem BHKW (<10ct/kWh Einspeisevergütung) bereits rentabel.
Wichtig zu Wissen: Bei Bleiakkus hängt der Kapazitätsverlust auch davon ab wie weit der Akku je Zyklus entladen wird. D.h. wird der Akkublock mit ordentlich Reserve dimensioniert hält er wesentlich länger.


Wobei ich von dem Selbstversorgerwahn auch nix halte, denn genau das ist ja der Vorteil einer PV: Ich brauch die Energie nicht selbst speichern. Halte das gesamtwirtschaftlich betrachtet für besser.


mfg JAU


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